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Telefonie (CTI) mit der Fritzbox

Kontext verbindet das Firmentelefon mit Mail, Kontakten und Kalender (CTI, Computer Telephony Integration): Ruft ein Kunde an, zeigt Kontext sofort, wer es ist – Kontakt, Firma, letzte Mail, nächster Termin – und man nimmt im Browser an, am Rechner oder am Handy. Angerufen wird mit einem Klick am Kontakt. Die Fritzbox bleibt am Anschluss, Nummern und Tischtelefone bleiben, wie sie sind; eine kleine Telefonbox im Büro meldet sich an der Fritzbox als IP-Telefon an und verbindet sie mit Kontext. Keine Telefonanlage aus der Cloud, keine Kosten pro Nebenstelle.

Im Test

Die Telefonie läuft beim ersten Kunden im Test. Rückmeldungen gern als Issue.

Ein Anruf über die Fritzbox klingelt in Kontext: Karte mit Kontakt, Firma, Nummer und letzter Mail von Petra Keller, daneben der Posteingang

Was man damit tut

  • Anruf mit Kontext: Bei den Personen, die klingeln sollen, erscheint eine Karte mit Name, Firma, letzter Mail und nächstem Termin und „Annehmen“ – auch als Benachrichtigung auf dem Gerät, wenn Kontext zu ist. Wer eine Nummer nicht im Adressbuch hat, sieht die Nummer.
  • Annehmen im Browser oder am Tischtelefon: Wer zuerst abnimmt, hat den Anruf. Kontext ist dabei ein Softphone mit Mikrofon und Lautsprecher (WebRTC); das Gespräch bleibt offen, während man zwischen Mail, Kalender und Chat wechselt.
  • Anrufen aus jedem Kontakt, aus der Seitenleiste neben einer Mail oder auf der Seite Telefon; ein Tastenfeld schickt Töne für Sprachmenüs (DTMF).
  • Anrufliste mit angenommenen, verpassten und abgewiesenen Anrufen, Notiz am Anruf und „Zurückrufen“.
  • Rückruf als Aufgabe: Ein verpasster Anruf legt „Zurückrufen: …“ auf dem gewählten Board an, fällig heute; sobald jemand mit der Nummer gesprochen hat, hakt sich die Aufgabe selbst ab.

Mailbox, Öffnungszeiten, Sprachmenü

  • Mailbox: Nimmt niemand ab, spielt die Box die Ansage und nimmt eine Nachricht auf (bis zu zwei Minuten). Sie kommt als Mail mit der Aufnahme in das gewählte Postfach und lässt sich am Anruf abspielen. Ansagen spricht man direkt im Browser ein oder lädt sie hoch.
  • Öffnungszeiten mit Mittagspause, geschlossenen Tagen und den Feiertagen des eigenen Bundeslands mit einem Klick: Außerhalb klingelt nichts, Anrufer hören die Ansage für „geschlossen“ und können eine Nachricht hinterlassen. Das prüft die Box selbst, auch wenn Kontext gerade nicht erreichbar ist.
  • Sprachmenü: „Für den Kundendienst drücken Sie die 1 …“ – jede Taste klingelt bei ihren Leuten (das Thema steht am Anruf) oder führt auf die Mailbox.
  • Sperrliste: „Sperren“ in der Anrufliste, auf Wunsch alle unterdrückten Nummern; die Box weist sie ab, bevor etwas klingelt.

Im Gespräch

  • Weitervermitteln an eine Kollegin (es klingelt bei ihr, man geht, sobald sie dran ist), an eine beliebige Nummer oder an ein Telefon der Fritzbox (**610).
  • Halten, Rückfrage, Dreierkonferenz: Wartemusik für den Anrufer, eine Kollegin erst fragen, dann den Anrufer zurückholen und zu dritt sprechen – oder die beiden allein lassen.
  • Gespräche aufnehmen, wenn die Firma es erlaubt: Die Box spielt dem Anrufer vorher einen Hinweis (Einverständnis nach § 201 StGB); die Aufnahme liegt beim Anruf, sie wird nicht gemailt.

Wer klingelt wann

  • Alle gleichzeitig oder der Reihe nach (jede Person eine Weile, dann alle), dazu auf Wunsch ein Handy, das nach einer eingestellten Zeit mitklingelt.
  • Durchwahlen: weitere Nummern des Anschlusses, jede klingelt bei ihren Leuten, die mit ihr auch anrufen.
  • Präsenz: „telefoniert“ steht im Chat an der Person; mit Bitte nicht stören oder Abwesend bis … klingelt es bei den anderen (auch das eigene Tischtelefon bleibt still).

Geräte im Büro

  • Snom-Tischtelefone melden sich an der Box an und holen sich ihre Einstellungen selbst (Provisionierung): Sie klingeln zusammen mit Kontext, erreichen sich per Kurzwahl und lassen sich beim Weitervermitteln wählen.
  • Türsprechstelle der Fritzbox: Es klingelt in Kontext mit „Tür öffnen“ und „Sprechen“.
  • Fax als PDF-Mail: Eine Nummer des Anschlusses nimmt Faxe an; jedes kommt als PDF in das gewählte Postfach.
  • Notruf (110, 112) und Kurzwahlen gehen direkt über die Fritzbox; fällt das Internet aus, bleiben die Telefone an der Fritzbox.

Auswertung

Anrufe der letzten 30 Tage: wie viele, wie schnell angenommen, wann Anrufe verpasst wurden (Wochentag × Stunde), außerhalb der Öffnungszeiten, Nachrichten und wer angenommen hat.

Was es braucht

  • eine Fritzbox am Anschluss (Telefonie → Telefoniegeräte → IP-Telefon „Kontext“);
  • die Telefonbox im Büronetz: ein Container mit Asterisk und dem Box-Agent, auf einem gebrauchten Thin Client, einem Raspberry Pi, dem Firmenserver oder einem NAS mit Docker. Sie baut die Verbindung zu Kontext von innen auf, beim Kunden ist kein Port offen;
  • auf dem Server LiveKit und LiveKit SIP (in compose.yaml mit dem Profil calls).

Einrichtung Schritt für Schritt: Installation → Telefonie. Wie Box, Asterisk, LiveKit SIP und Kontext zusammenspielen: Architektur → Telefonie. Was als Nächstes kommt (SIP-Trunk direkt beim Anbieter, SIP über TLS, Warteschleife, weitere Tischtelefone): Roadmap.